Just a little bit Death

Journeys with a Psychopomp

Liquor Teil 2

Posted by psychopomp - Juni 26, 2006

Auf Wunsch einer Freundin hier ein zweiter kleiner Teil des ersten Kapitels. Als kleines Suchrätsel: wer findet den Krassen Szenenwechsel…

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Er erhob sich und betrachtete mit einem verwirrten Blick die von der Sonne blendende Strasse. Die rote Sonne spiegelte sich auf dem diamantenen Boden und im  Fluss der geräuschvoll neben Ihm unter einer bunt geschmückten Brücke durchfloss. Er trat einen Schritt nach vorne und das Geräusch, das dabei entstand schien Ihn zu überraschen. Wieder und wieder klopften Seine Füsse auf den glitzernden Boden der Altstadt Khal’thæn’s, der von mehreren Putzkräften in blauer Arbeitskleidung und mit resignierten Gesichtern gefegt wurde. Trotz den misstrauischen Blicken der Menschen um Ihn herum, klopfte Er weiterhin auf den Boden und beobachtete dabei Seine Füsse, die vor und zurückschnellten. Der Fuss schien an einem langem Etwas befestigt zu sein, das er jetzt vor und zurück schwang, irgendetwas in Ihm wusste, dass dieser Auswuchs den Namen Bein trug. Ein weiteres Mal schnellte Sein Bein nach vorne und Sein Fuss berührte den Boden. Mit Seinem anderen Bein stand Er still am Boden. Sein Blick fiel auf den Rest des Fleischklumpens, den Sein Gehirn als Körper definierte. Er bemerkte, dass er in der Lage war Seinen ganzen Körper zu koordinieren, er konnte Seine Arme bewegen und Seine Beine heben, wann er wollte. „Mein Herr geht es euch nicht gut?“ Er starrte erstaunt in das Gesicht eines Mannes mit einem waschbärähnlichen Wesen als Kopfbedeckung –das Ihn nicht sonderlich zu mögen schien- und einer schrillen gelbrot gefärbten Jacke aus einem Stoff, den Er noch nie gesehen hatte. „Nein Danke mir geht es gut“. Erstaunt bemerkte Er wie Seine Zunge in einem wilden Wirbel durch Seinen Mund tanzte und Worte der Sprache produzierte, die tönte als ob geschmolzene Butter über rollende Steine floss. Seine Stimme klang heiser und erinnerte an das Geräusch von Sand, der auf  Einen Stein rieselte. Es schien Ihm, als kämen die Worte nicht von Ihm sondern  direkt von Seinem Hirn „Mir geht es gut, gutt guuut “ Die Wörter der Sprache, von der Er nicht mal sicher war, ob Er sie überhaupt verstand, rannen über seine Lippen und schwirrten durch die Luft, wie Eintagsfliegen.

„Mein Herr sind sie sicher, dass es ihnen gut geht? Sie könnten mich in mein Haus begleiten, wo sie sich ausruhen könnten. Ich glaube ihnen anzusehen, dass sie müde sind.“

Der Pelz auf dem Kopf des Mannes hörte auf zu knurren und schien Ihn stattdessen nun vollkommen zu ignorieren. Er wusste nicht was Misstrauen war, doch Er wusste, dass er sich schwach fühlte, und ’ausruhen’ verstand er ohne Probleme. Er trat neben den Herren auf dessen Gesicht nun ein Breites Lächeln zu erkennen war, das seine gesamte Zahnreihe entblösste. Die Zähne schimmerten in einem glänzenden Zitronengelb, während Er, der seinen Begleiter um mindestens einen Kopf überragte, in eine der dunkleren Gassen lief.

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